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quarzsandhandschuhe bei der berliner polizei

bereits vor einiger zeit sorgten berichte (1, 2) über den gebrauch von quarzsandhandschuhen bei den einsatzhundertschaften der berliner bereitschaftspolizei für unruhe in den medien und bei der bullerei. anscheinend haben nicht alle der beamten mitbekommen, dass es verboten ist, entsprechende handschuhe im dienst zu tragen, wie folgendes bild in einem artikel der „b.z.“ von heute zeigt:

1. mai und verletzte cops

die berliner polizei hat in einer pressemitteilung darauf hingewiesen, dass sich die „Anzahl der am 1. Mai verletzten Polizeibeamten […] erhöht“ hat. aber zitieren wir der vollständigkeit halber lieber komplett:

Eingabe: 04.05.2009 – 18:15 Uhr
Anzahl der am 1. Mai verletzten Polizeibeamten hat sich erhöht
Tempelhof – Schöneberg

# 1317

Die Zahl der nach dem Einsatz am 1. Mai in Berlin verletzten Polizeibeamten hat sich nach den heute vorliegenden Meldungen auf 440 erhöht. Von den 311 Berliner Beamtinnen und Beamten mussten 19 ambulant in einem Krankenhaus behandelt werden. Insgesamt 21 Dienstkräfte konnten ihren Dienst nicht fortsetzen. Von den Unterstützungseinheiten aus anderen Bundesländern wurden 129 Einsatzkräfte verletzt.
Im Zusammenhang mit vergleichbaren Großeinsätzen kommt es regelmäßig vor, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Stunden und sogar Tage später Verletzungen spüren beziehungsweise feststellen und diese dann nachmelden.

interessant. 440 verletzte beamte hab also angegeben, dass sie am 1.mai verletzt wurden. 19 von ihnen mussten sogar ambulant in einem krankenhaus behandelt werden, wurden also leicht verletzt. nun würde mich aber dennoch sehr interessieren, was für „verletzungen“ jene 421 beamte „erlitten“ haben, die nicht ambulant im krankenhaus versorgt werden mussten. haben sie sich beim naseboren den finger zu weit in die nase gesteckt? mal wieder an der eigenen spucke verschluckt? sind sie beim rennen über die eigenen füße gestolpert? oder haben sie etwa das pfefferspray der kollegen in die fresse bekommen?
was mich bei dieser zahl von 440 verletzten, auf die die (boulevard-)medien doch garantiert wieder anspringen werden, wie ein seit wochen hungernder straßenköter auf ne runtergefallene currywurst, aufregt, ist die nichtüberprüfbarkeit. es kann doch jeder bulle in den tagen nach dem 1.mai sagen, oh, ich hab da nen blauen fleck am arm, der ist zwar eigentlich schon gelb, aber egal, da hat mich bestimmt am 1.mai so ein blöder chaot verletzt. letztendlich ist nur die zahl der 19 im krankenhaus behandelten bullen überprüfbar, alles andere, nun, nicht leeres geschwätz, aber zumindest mit vorsicht zu genießen.
wobei: ich hab mich am 1.mai auch verletzt. ich hab mir beim gemüseschneiden den fingernagel eingeritzt. soll ich dazu jetzt eine pressemitteilung schreiben?




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