Archiv der Kategorie 'Schland'

quarzsandhandschuhe bei der berliner polizei

bereits vor einiger zeit sorgten berichte (1, 2) über den gebrauch von quarzsandhandschuhen bei den einsatzhundertschaften der berliner bereitschaftspolizei für unruhe in den medien und bei der bullerei. anscheinend haben nicht alle der beamten mitbekommen, dass es verboten ist, entsprechende handschuhe im dienst zu tragen, wie folgendes bild in einem artikel der „b.z.“ von heute zeigt:

60 jahre (sind 60 zuviel)

christoph stölzl schreibt in der berliner morgenpost:

An einem aufgegebenen Schaufenster klebt groß: „Antinationale Parade – Etwas Besseres als die Nation. Gegen die Herrschaft der falschen Freiheit“. Man sieht das Foto eines tätowierten Mannes mit schweißnassem , nacktem Oberkörper. Der Kerl zerknüllt eine schwarz-rot-goldene Fahne. Darunter die Unterstützer der Hass-Botschaft gegen die Verfassungsfeier am 23. Mai: eine Serie exotischer Gruppen, von Antifa Erkner bis zu Love Techno-Hate Germany! Niemand in der friedlichen Straße reißt das widerliche Machwerk ab, nur ein paar Ecken weiter klebt es schon wieder. Ob irgendeinem der Passanten der Gedanke kommt, dass es die Verfassung von 1949 ist, aus deren Auftrag das Asylrecht, die Integrationshilfen, der Sozialstaat kommen?

soso. widerliches machwerk also. warum? weil es die selbstgefälligkeit der deutschen in frage stellt? vom „asylrecht“ wird, zumindest auf den plakaten, gar nicht gesprochen. aber wenn es für herrn stölzl (von der cdu) symbolisch für deutschland steht, dann verweise ich an dieser stelle auf einen früheren blog-eintrag von mir, um ihm die realität vor augen zu führen. nichts mit asylrecht, höchstens von „gelenkter einwanderung“ kann man da noch sprechen. nur wer gut ist, entsprechend gebildet und deutschland voran bringt, darf noch rein, um hier zu arbeiten. und wer nicht ins schema passt, der bekommt die „integrationshilfe“ auf deutsche art beigebracht.
eigentlich kann man nur hoffen, dass nicht alle link(sradikal)en auf die antinationale parade gehen, sondern auch genügend den protest ins herz auf die partymeile der bestie auf der straße des 17. juni tragen, damit die selbstbeweihräucherung der „geläuterten nation“ nicht unwidersprochen bleibt.

„Kopieren ist eine Kulturtechnik.“

deutscher rassismus


Schäuble nennt Solingen Zäsur für Deutschland
AFP

SOLINGEN. Zum 15. Jahrestag des Brandanschlags von Solingen haben gestern Politiker und Angehörige der fünf türkischen Frauen und Mädchen gedacht, die bei der Tat von Rechtsradikalen ums Leben kamen. Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) bezeichnete den Tag als Zäsur: Er habe „Bürgern vor Augen geführt, dass unser Zusammenleben ganz wesentlich auf Toleranz, Solidarität und Engagement gründet, unabhängig von Herkunft, Religion oder Staatszugehörigkeit“. (AFP)


sehr schön sagt er das. am 26.05.2008. doch erinnern wir uns: 15 jahre früher, also am 26.05.1993, tritt der sogenannte asylkompromiss in kraft. grund war, so die damalige argumentation der cdu/csu, dass es zuviele ausländer und flüchtlinge gebe und die deutschen ihren unmut dagegen in hoyerswerda, mölln, rostock-lichtenhagen und eben auch in solingen geäußert haben. also musste dem marodierenden mob nur noch die legitimierende gesetzliche grundlage gegeben werden. damals tönte schäuble noch:
„Wir haben in diesen eineinhalb Jahrzehnten alles versucht, was ohne Änderung des Grundgesetzes möglich war.“
da erübrigt sich jeder weitere kommentar.

der nächste akt steht schon bevor: gerne wolle schäuble den flüchtlingen aus dem irak helfen, nur christlich sollten sie sein. blöd nur, wenn die gar nicht nur wegen ihrer religionszugehörigkeit gerettet werden wollen…

Waldschlösschenbrücke

jetzt haben sie also schon vor einigen tagen diesen riesigen alten baum in dresden gefällt, um ihre brücke zu bauen. mir recht, sollen sie machen. ich bin ja dafür, sobald dieses ding fertig ist, die royal air force zum belastungstest einzuladen. vielleicht auch passend zum 13./14. februar, dann haben die volksdeutschen wenigstens mal wieder einen richtigen grund zum rumheulen.




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