Archiv für September 2008

Ashley-Treatment

grad gefunden und für sehr interessant befunden, wenn auch schon etwas älter:
untersuchungsbericht zum sogenannten „ashley-treatment“, der zu dem schluss kommt, dass das verantwortliche seattle children’s hospital gegen die us-verfassung und gesetze des staates washington verstoßen hat, als es bei ashley ohne gerichtsbeschluss eine sterilisation durchführen ließ.

selbstjustiz

nach meinem erlebnis vorhin denke ich jetzt ernsthaft darüber nach, zur selbstjustiz gegen herrchen und frauchen von hunden zu greifen, die ihre vierbeiner überall (beliebte plätze sind da wege, die von fußgängern und/oder radfahrern benutzt werden) hinkacken lassen. überlegungen dazu sind mir schon öfter durch den kopf gegangen. anfangs wollte ich noch die hunde bestrafen, doch können die nichts dafür, sind sie doch mit menschlichen umgangsnormen nicht vertraut und muss ihnen von herrschen respektive frauchen erst beigebracht werden, dass die wurst nicht überall hin gehört (und am besten hinterher mit nem plasikbeutel entfernt werden sollte, doch stehen „bereitstellungsboxen“ dafür nicht überall in berlin rum).
anlass für das ganze war folgendes: beim joggen auf einem wanderweg, der sowohl von fußgängern (mit und ohne hund) als auch von radfahrern genutzt wird, hatte ich auf einmal das gefühl, dass mir ein steinchen hinten in den rechten schuh geflogen wäre. kein problem, dachte ich, dann hälst du eben kurz an und holst ihn wieder raus. schon beim reingreifen kam mir das etwas seltsam vor, denn der „stein“ war ziemlich weich und bei näherem hinsehen auch ziemlich braun. vom geruch ganz zu schweigen (und ja, ich hab dran gerochen, weil ich meinen augen alleine nicht trauen wollte…). ich hatte also kacke am finger :( sehr unangenehm, zumal nach dem abwischen derselben ich auch noch spuren davon in meinem schuh und an meiner socke entdeckte. und natürlich ein fetter flatschen unter dem linken schuh… da hatte es sich also ausgejoggt, die dreckige socke hab ich in der hand nach hause getragen und dann dort zusammen mit der anderen entsorgt. die sachen, die ich sonst noch so anhatte, liegen eingeweicht in einer schüssel, und ich bin auch frisch geduscht. die schuhe stehen noch zum trocknen draußen und kommen danach in die waschmaschine…

EDIT: ich möchte nicht, dass der begriff „selbstjustiz“ falsch verstanden wird und mir mordabsichten unterstellt werden… aber gleiches mit gleichem vergelten, wäre in diesem fall glaube ich nur fair. also, böse hundebesitzerInnen dieser stadt: I AM WATCHING YOU!

beziehungsweise…

Mal wieder hungrig von einer Party nach Hause gegangen; getanzt, geschwitzt, gesoffen, viele nette, wunderbare Menschen getroffen. Dann das coming down. Nach der Euphorie ist vor der Depression. Mal wieder.

Noch berauscht von eurer Anwesenheit und im nächsten Moment einsam. Und allein zu Hause mit Gedanken der Sinnlosigkeit und der Resignation. Trotz Rausch, Musik, Tanz seid ihr – wie so oft – distanziert geblieben. Jenseits der ritualisierten Begrüßungsumarmung scheint keine Zärtlichkeit möglich, ausser mensch hat sie sich per Beziehung quasi vorreserviert.

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Zu den Menschen, die ich mag, fühle ich mich auch hingezogen, auf unterschiedliche Weisen, die nicht vor den Körperpanzern enden, die wir unter den gewaltförmigen, konkurrierenden Verhältnissen aufbauen. Überall, wo ich zu Menschen einen persönlichen Umgang entwickle, sind auch Wünsche nach Nähe, Hände berühren, Zärtlichkeit, Umarmung, Kuscheln, Körper fühlen, schmecken, riechen, miteinander Einschlafen, die ich nicht verdrängen kann, auch wenn ich das bis jetzt noch häufiger versuche.

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